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Tour 130 - Finsteraarhorn, Vorder Galmihorn

Berner Oberland Berner Alpen Finsteraarhorngruppe

Hochtour Route Oberaarstausee - Oberaarjochhütte - Vorder Galmihorn über NW-Flanke auf und ab - Rotloch - Finsteraarhornhütte - Finsteraarhorn über Hugisattel und NW-Grat (II) auf und ab - Finsteraarhornhütte - Gemslücke - Oberaarjoch - Oberaarstausee Gesamtaufstiegshöhe (m) 2970 + 500 im Abstieg Tage 4 Verhältnisse sommerlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m) 
[2]
 Dominanz
(m) 
[3]
Eigenstän-
digkeit
 [4]
Oberaarjochhütte (SAC) 3258 2320 940 5:30 G2 - - -
Vorder Galmihorn 3517 3050 470 2:15 G2 294 2800 3
Finsteraarhornhütte (SAC) 3048 2720 330 5:20 G2 - - -
Finsteraarhorn 4274 3048 1230 6:00 G4 2280 51650 0
Vor dem Oberaarstausee

Zum Oberaarjoch, rechts überragt vom Oberaarhorn (3631m), geht es über den 6km langen Oberaargletscher.

Oberaarjochhütte und Oberaarjoch.

Oberaarjochhütte

 

Vorder Galmihorn

Blick vom Galmigletscher zum Vorder Galmihorn (rechts).

 

Blick vom Vorder Galmihorn

Blick an der Eiskalotte des Vorder Galmihorn:
gegen den Doppelgipfel von Schreckhorn (4078m, Mitte links) und Lauteraarhorn (4042m, rechts daneben) und das Oberaarhorn (rechts) mit seiner charakteristischen Gletscherrampe. Davor erstreckt sich noch das Oberaarrothorn (3477m),
und gegen das Finsteraarhorn. Links davor das Finsteraarrothorn, hinter dem sich die Gemslücke einsenkt.

Finsteraarhorn

 

Finsteraarhornhütte

An der Finsteraarhornhütte.

 

Gross Wannenhorn

Abendstimmung über dem Gross Wannenhorn.

Passage über dem Frühstücksplatz zum Hugisattel, dem zweiten Abschwung im Nordwestgrat. Rechts die Südwestrippe des Finsteraarhorn.

Blick zum Hugisattel

Anfahrt über die Straße vom Grimselpass zum Berggasthaus Oberaar am Oberaarstausee; Stündlich wechselnder Einbahnverkehr mit Ampel geregelt. Großer P auf 2320m an der Staumauer unterhalb des Berggasthauses (s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

1. Tag
Vom P über die Staumauer (vergl. oberstes Bild), am Oberaarstausee rechts auf mark. Pfad entlang, danach über den flachen und sehr langen Oberaargletscher (teils schmale Querspalten) bis zum ebenfalls vergletscherten  Oberaarjoch auf 3223m. Hier rechts in die Felsen, dem Sockel des Oberaarhorn, wo es über einen kurzen Steig an die kleine, klassische SAC-Hütte Oberaarjochhütte auf 3258m geht (5:30).

2. Tag
Wieder am Joch unter der Hütte nach rechts und SSW-wärts, weiterhin über Gletscher, problemlos durch das weite Becken des Galmigletschers bis ca. 3050m hinab, bevor der Gletscher etwas steiler ins Rotloch absinkt. Wenn man das Vorder Galmihorn mitnehmen möchte, steigt man hier über dessen vergletscherte Nordwestflanke (zahlreiche große Spalten, s. drittes Bild) an. Man bleibt mit Vorteil zunächst am rechten Rand oberhalb der felsigen Westflanke um sich weiter oben zunehmend nach links zu halten. Das gut 400 Meter höher gelegene, weit ausgedehnte Gipfelfirndach ist nach 2:15 gewonnen.
Abstieg zurück über die Nordwestflanke. Unten dann nach links, westwärts, auf dem breiten, sanft abfallenden Galmigletscher zwischen Wasenhorn und Finsteraarrothorn hindurch, hinab zum Rotloch bis auf 2720m (südlich von P 2849), der Moränensenke am Zusammenfluss von Galmi- und Fieschergletscher.
Hier nach rechts gegen Nordwesten, den langen, sanft ansteigenden Fieschergletscher entlang. Je nach Spalten- und Moränenverhältnissen bleibt die beste Route über den langen Fieschergletscher zu suchen ehe es auf Höhe der weit sichtbaren Finsteraarhornhütte bei einer Markierungsstange nach rechts in den Fels geht. Über einen erdigen, steilen Steig an die 70 Meter höher liegende, recht große SAC-Hütte auf 3048m hinauf (5:20, s. sechstes Bild).

3. Tag
Hinter der Hütte leiten Wegspuren über Schutt und Felsschrofen (I) nordostwärts höher bis an einen Sattel nördlich von P 3231, am unteren Rand des südwestseitigen Flankengletschers gelegen. Nun geht es nach links, Norden, in leicht ansteigender Traverse über den steilen Gletscher (Spalten) dem ersten Felsrücken, dem wenig ausgeprägten Südwestgrat, entgegen. Aus der davor eingesenkten Gletschermulde südöstlich von P 3616 über Schutt (Wegspuren) auf den First mit dem sog. Frühstücksplatz empor. Dahinter etwas hinab zum jenseitigen Gletscherlappen (einige Spalten), der als große Rampe nach rechts höher führt. Über ihn (s. zweites Bild v.u.) in weitem Rechtsbogen zunehmend steiler auf den obersten Gletscherabsatz. Über diesen nach links zum Hugisattel auf dem Nordwestgrat (3:30). Ab hier den deutlichen Steigspuren folgend stets dicht am markanten Felsgrat (II) bleibend höher. Steil und meist knapp rechts unterhalb der Schneide geht es über feste Klemmblöcke bis ans Kreuz auf dem schmalen Gipfel des Finsteraarhorn (2:30).
Zurück zur Hütte wie Aufstieg (4:35).

4.Tag
Von der Hütte wieder 70 Meter auf den Fieschergletscher hinab und auf bereits begangener Route talauswärts. Auf etwa 2835m, noch vor dem Rotloch, markieren Steindauben die Abkürzung zur Oberaarjochhütte, nämlich den Abzweig nach links zur Gemslücke, der tiefsten Einsattelung zwischen Finsteraarhorn und Finsteraarrothorn. Zunächst über Schrofen schräg höher bis zum Auslauf einer hohen Steilrinne. Durch sie, sehr mühsam über Erde und loses Geröll, ganz hinauf. Oben auf 3335m an der Einsattelung der Gemslücke (LKS: Gemschlicke) angelangt betritt man das flache obere Becken des Galmigletscher, der hier auch Studergletscher heißt. Nach problemloser Querung gelangt man ins bereits bekannte Oberaarjoch dicht unter der Oberaarjochhütte. Jenseits geradewegs über den langen Oberaargletscher hinaus zum P am Oberaarsee (7:10).

  • Das Finsteraarhorn ist mit Abstand höchster Gipfel in den Berner Alpen und mit seiner relativen Prominenz von gut 53 Prozent ein Berg von Weltrang. Es zeigt sich besonders aus nördlichen Richtungen gesehen als prächtige, steil aufgerichtete, symmetrische Gratschneide. Gegen Nordosten fällt es mit 1200 Meter hoher Felswand zum Finsteraargletscher ab. Der Hauptkamm zieht aus Nordwesten vom Agassizhorn (3946m) über das Agassizjoch auf den Gipfel um im Südosten, mit etlichen Türmen besetzt, über zwei Kilometer weit bis in die Gemslücke und zum Finsteraarrothorn (3530m) abzufallen. Über dem Agassizjoch steilt sich der Grat in drei markanten Aufschwüngen auf. Vom mittleren Absatz, dem Hugisattel, fließt ein Gletscherlappen nach Südwesten auf den Fieschergletscher ab, über dessen obere Hälfte der Normalweg verläuft. Dieser Gletscherarm liegt unterhalb der begleitenden Südwestrippe, die an P 3616, dem sog. Frühstücksplatz, hierbei überschritten wird.
  • Das Finsteraarrothorn neben der Gemslücke lässt sich nicht nebenbei mitnehmen, da es als äußerst brüchig gilt.
  • Wenn man es darauf anlegt, kann man den Hinweg vom Oberaarsee zur Finsteraarhornhütte in einem (harten) Tag absolvieren.
  • Seilpartner im Sommer selbstverständlich, obwohl am Galmigletscher auch Alleingehern begegnet.
  • Erstersteigung des Finsteraarhorn 1812 durch A. Abbühl, A. Volker und J. Bortis.

 

  • Wegstrecke (Anstieg Oberaarjochhütte 8.9 Kilometer, Finsteraarhornhütte über Vorder Galmihorn 10.3 Kilometer, Anstieg Finsteraarhorn 3.3 Kilometer, Rückweg Finsteraarhornhütte bis Oberaarjoch 5.8 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

Fotos: Thehighrisepages.de

Gegenüber des Hugisattels: Links Gross Grünhorn (4044m), daneben Klein Grünhorn (3913m), Mitte rechts Hinter Fiescherhorn (4025m), dahinter die Firnpyramide von Gross Fiescherhorn (4049m), ganz rechts der Ochs bzw. Klein Fiescherhorn (3895m).

Gross Grünhorn

Gipfelpanorama im Osten am Finsteraarhorn: am Horizont links die südlichen Urner Alpen um den stark vergletscherten Winterstein, in der Mitte der Furkapass, dem sich rechts die Gotthardgruppe anschließt. Im Mittelgrund links windet sich der Unteraargletscher, rechts erhebt sich das Oberaarhorn.

Gipfelpanorama am Finsteraarhorn

 

   

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