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Tour 1223 - Wannig

Tirol Mieminger Gebirge

Bergtour Route Bergstation Marienbergbahn - Marienbergjoch - Handschuhspitze über NO-Grat auf und W-Grat ab - Wannig über O-Grat (I) auf und W-Flanke ab - Nassereither Alm - Weißensee - Talstation Marienbergbahn Gesamtaufstiegshöhe (m) 850 Tage 1 Verhältnisse herbstlich gut

Name Max
(m)
Min
(m)
Aufstiegs-
höhe (m)
 Aufstiegs-
zeit (h)
 Schwierig-
keit [1]
 Prominenz
(m)
[2]
 Dominanz
(m)
[3]
Eigenstän-
digkeit
[4]
Handschuhspitze 2319 1670 650 1:40 BW1 19 220 6
Wannig 2493 2300 200 1:40 BW2 704 4200 2

Wannig

Handschuhspitze (links) und Wannig (rechts) vom Ausgangspunkt.

Handschuhspitze

Die Karbucht vor der Handschuhspitze (links).

 

Wannig

Der Wannig, gesehen an der Handschuhspitze.

 

Mieminger Gebirge

Rückblick gegen Nordosten: In der Mitte versammeln sich Wampeterschrofen, die beiden Marienbergspitzen, Grünstein und Griesspitz. Links dahinter ragt der Schneefernerkopf empor, rechts die Hohe Munde.

 

Zugspitze

Die Zugspitze (links darunter das Zugspitzeck, rechts davor der Schneefernerkopf). Im Mittelgrund ragt dunkel die Sonnenspitze empor.

Zugspitze

 

Wannig-Gipfel

Hinter dem Gratübergang kurz vor dem Gipfel.

 

Wannig-Gipfel

Am Wannig-Gipfel. Im Hintergrund liegt das Ötztal.

 

Wannig-Gipfel gegen Osten

Blick nach Osten übers Inntal.

 

Wannig-Gipfel gegen WNW

Gipfelpanorama im WNW: In der linken Bildhälfte findet man den breiten Graskamm der Kreuzspitzen (dahinter die Urbeleskarspitze) und den Seelakopf (dahinter die ungemein markante Pyramide des Hochvogel). In der rechten Bildhälfte stehen Loreakopf und Tagweidkopf.

 

Roter Stein und Gartner Wand

Im Nordwesten stehen Roter Stein (links) und Gartner Wand (rechts). Dazwischen, über dem Bichlbächler Jöchle, erkennt man den Thaneller.

 

Anfahrt aus Westen von Reutte, aus Osten von Garmisch-Partenkirchen, aus Süden vom Fernpaß, nach Biberwier zur Talstation der Marienbergbahn (Sessellift, s.a. Bing Maps, Wetter bei weather.com).

Von der Bergstation auf breitem Almweg, teils Schipiste, neben einer Stromleitungstrasse zum Wegscheitel hinauf (0:15). Oben rechts, zwischen Latschen über eine kleine Kuppe hinweg ins etwas westlicher liegende Marienbergjoch (1789m) und dahinter auf markiertem Steig (Nr. 30) an den Nordostgrat der Handschuhspitze. Hier über mit Latschen bestandene Schrofen höher, links am kaum herausgehobenen Unteren Schafkopf (1947m) vorbei auf einen offenen Absatz (ca. 2020m, Steinmann) vor einer kahlen Karbucht. Der Steig wendet sich rechts etwas höher in die Schrofen, dann geht es quer durch die Karbucht über Schutt weiter. Gegenüber entlang der Ostrippe eine mittelsteile Rinne hoch und über die oberste Südflanke (Gras) zum Kreuz an der Handschuhspitze (1:25).
Nun folgt man dem Verbindungsgrat (länger leicht exponiert) nach Westen bis zum Wannig: Zunächst länger linksseitig querend in der mittelsteilen, obersten, wenig gegliederten Südflanke über Gesimse unter zwei markanteren Gratzacken hindurch, bevor es um eine weit ausgreifende, scharfe Bergrippe herum geht. Dahinter steiler diese Rippe (I) hinauf und dann wieder flacher, unter der obersten Gratspitze bleibend, in eine Einschartung auf knapp 2400m kurz vor dem Gipfel hinüber (1:15). Hier ohne nennenswerten Abstieg auf die rechte, nördliche, Seite wechseln und durch eine Schlucht ansteigend gipfelwärts weiter in einen kleinen Felskessel. Zwischen Blöcken hindurch auf den ausgedehnten Gipfelbereich, der mehrere kleine, isolierte Felsspitzen aufwirft. Das Kreuz steht im Süden auf der niedrigsten, den Vermessungspunkt (TP) findet man auf einer etliche Meter höheren nebenan (0:20), und den höchsten Punkt des Wannig schließlich etwas weiter im Norden (0:05).
Abstieg: Auf markiertem Geröllsteig (Nr. 25) WSW-wärts in gewundenen Schuttmulden mittelsteil hinab in den Latschengürtel (Grüne Wanne) und zuunterst durch Wald auf eine quer ziehende, breite Forststraße auf etwa 1780m (1:05). Ihr folgend, in leichtem Auf und Ab durch weit ausholende Kurven, an die nördlich, auf 1739m gelegene Jausenstation Nassereither Alm (vormals Muthenaualm, 0:35). Danach links die breite Forststraße durch den Maiswald (dichter Fichtenforst) nordwärts Richtung Fernpaß hinab (lückenhaft ausgeschildert und markiert, man geht weder in den „Unteren Wasserweg“ noch in den „Unteren Maiswaldweg“). Vor dem Pass, an der Schönen Aussicht (1:10, Weggabel), nach rechts den Weg Nr. 50 ("Römerweg") einschlagen. Auf diesem entlang, sanft absteigend nahe einer Stromleitungstrasse, durch lichten Wald bis an den Weißensee (0:45). Kurz darauf ist die Landesstraße 391 nach Biberwier erreicht. Über sie leicht hinab an die Talstation (0:30).

  • Der Wannig bildet den westlichen Abschluss des Mieminger Gebirges. Südwestlich liegt im Gurgltal die Ortschaft Nassereith, im Süden ist der Holzleitensattel, im Norden der Fernpaß, beide vielbefahren, eingesenkt. Die Handschuhspitze kann mangels Eigenständigkeit nicht mehr als Gipfel zählen, im Gegensatz vermutlich zu zwei unbenannten, nicht überschrittenen Gratzacken im anschließenden Verbindungskamm zum Wannig.
  • Will man vor Betriebsende (vor 16:30) wieder an der Bergstation des Sesselliftes sein, müsste man entweder zum Wannig hinaufrennen oder am Gipfel sofort auf den Hacken umkehren.
  • Außergewöhnlich abwechslungsreich zeigt sich der Aufstieg entlang des gesamten Gratzuges. Zuletzt geht es vor dem Gipfel durch labyrinthische, versteckt liegende kleine Bergkessel, der Gipfelbereich ist aufgelöst in isolierte, kleine Einzelkuppen. Der Ausblick ist an diesem (abgesehen vom Osten) frei stehenden Berg sehr lohnend.
  • Die gesamte Abstiegsroute, zuoberst (gewöhnlich direkt in der Nachmittagssonne) über knochenschindendes Geröll, dann durch Latschengassen, gefolgt von einer länger flachen Forststraße zur Nassereither Alm und der anschließende Forststraßenabstieg über lange Kehren durch sehr dichten, eintönigsten Fichtenforst in Richtung Fernpaß dürfte dagegen nur wenige begeistern.
  • Alternative Name: Hochwannig, Wanneck.

 

  • Gesamte Wegstrecke (18.8 Kilometer) zum Download als GPX-Datei.

 

Fotos: Thehighrisepages.de

Abstieg mit Blick auf Heiterwand (links) und Loreakopf (rechts).

Am Wannig

Gesamtansicht des Wannig aus Nordwesten vom Roten Stein. Die Schulter links ist die Handschuhspitze.

Wannig aus Nordwesten

                                 

 


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