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Im Rifugio Ugolini, AdamellogruppeEin Nachruf auf

Jürgen Brenneis

 

Vier Tage hielt die Freude, den lang ersehnten Großglocknergipfel solo erstiegen zu haben. Dann kam die alarmierende Nachricht, Jürgen, seit zwanzig Jahren mein Bergkamerad, würde vermisst.
Es war Zufall, in der Vorwoche miteinander gesprochen zu haben. Jürgen war ein hoch erfahrener und leidenschaftlicher Berggänger. Er sprach am Telefon über diese und jene Tour, aber über eine etwas länger.
Die Vermutung wurde Gewissheit; nach entsprechendem Hinweis fand ihn die Bergrettung der italienischen Guardia di Finanza vier Tage nach dem Unglück nahe am Splügenpass, abgestürzt am Piz di Pian. Die genauen Umstände waren nicht mehr zu klären.
Er wurde 39 Jahre alt. In Chiavenna nahmen sein Vater und ich Abschied von ihm.

Wir machten unsere Touren am selben Wochenende, den 15./16. Juni 2002. Meine Tour auf den Großglockner führte mich auf den genau 300. Hochgebirgsgipfel. Es kam nicht mehr dazu, meinem Kameraden mit Begeisterung davon zu berichten. Diese Tour, wie so manche andere, war mit großer Gewissheit nur möglich durch das was ich in vielen Jahren bei ihm lernte. Sie soll ihm in ewiger Erinnerung gewidmet sein.

W o l f g a n g  L e o n h a r d

 

Siehe auch Tourenbuch Jürgen Brenneis

 

   

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